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Definition
Hyperkinetische Störungen sind "charakterisiert durch einen frühen Beginn, . . ., einen Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen, und eine Tendenz, von einer Tätigkeit zur anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen; hinzu kommt eine desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende Aktivität. Hyperkinetische Kinder sind oft achtlos und impulsiv, neigen zu Unfällen und werden oft bestraft, weil sie eher aus Unachtsamkeit als vorsätzlich Regeln verletzen. Ihre Beziehung zu Erwachsenen ist oft von einer Distanzstörung . . . geprägt. Beeinträchtigung kognitiver Funktionen ist häufig, spezifische Verzögerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung kommen überproportional vor."
( WHO ICD-10 F 90 (Mischtypus) F 90.1 (Hyperaktivität) F 98.8 (Hypoaktivität) )

Symptomatik
unzureichende, nicht altersgemäße Selbstregulation
unangemessene Impulsivität / Affekte - organisatorisches Chaos,
Strukturierungsschwäche, Verabredungen werden nicht eingehalten
u.U. aggressives und asoziales Verhalten - übermäßiges Stören des Unterrichts, der
Mitschüler
Probleme mit Handlungsplanung und vorausschauendem Denken
Leben im Hier und Jetzt, was durch den Kopf schießt, wird sofort umgesetzt
sehr niedrige Frustrationstoleranz, Bedürfnisaufschub nicht möglich
ständige Konflikte mit Eltern, Lehrern, Mitschülern
Einbrüche bei Daueraufmerksamkeitsleistung, nur kurze Aktivitätsdauer, schneller
Wechsel
mangelnde Selbstmotivation, zu frühes Aufgeben
hohe Ablenkbarkeit, besonders bei kognitiven Aufgaben, schnelle Ermüdbarkeit
eventuell starke motorische Unruhe (zappeln, umherlaufen, kippeln etc.)
viele Flüchtigkeitsfehler, Einzelheiten werden nicht beachtet

Differenzialdiagnostik
normierte Testung der Konzentrationsleistung (Alertness, Fokussierung, Tiefe,
Stabilität, Ausdauer)
normierte Testung der Aufmerksamkeitsfähigkeit
diagnostische Fragebögen für Eltern, Lehrer und Kind
ausführliches exploratives Gespräch mit Eltern, Lehrern und dem Kind
informelle Verhaltensbeobachtung während der Arbeitssituation
neuropädagogische Entwicklungsdiagnostik (Wahrnehmungsstörungen,
Teilleistungsstörungen)
standardisierte Begabungsdiagnostik

Therapie
Das kognitive Verhaltenstraining bei leichten Fällen von Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom umfasst:
anstrengende sportliche Aktivitäten (Ballsportarten, Leichtathletik etc. )
Hilfestellung bei der Strukturierung von Tagesabläufen (evtl. mit Tagesplänen,
Wochenplänen)
schulstoffbezogenes Coaching, Vermittlung von Lernstrategien für erfolgreiches Lernen
Training der Ausdauerbereitschaft und Konzentrationsqualität und -quantität
Beratung von Eltern, Lehrern und Kind bei Entwicklung und Umsetzung
neuer Verfahrensweisen
Reizreduktion im familiären Umfeld
Erziehungsstil: Liebevoll konsequent!
klare Ansagen und Instruktionen geben, ausufernde Diskussionen vermeiden
Kognitives Training / Selbstinstruktionstraining zur besseren Verhaltenssteuerung
Anleitung zur Verhaltensänderung (Selbstmanagement, soziales Kompetenztraining)
Therapie begleitender Teilleistungsstörungen
Initiieren von Freizeitaktivitäten und schulischen Erfolgen, die Selbstwertgefühl
aufbauen
Förderung der individuellen Ressourcen und Talente
Förderung von Selbstständigkeit, Sozialkompetenz, Zeitmanagement und Lernfreude
angemessenes Loben und ehrliche Anerkennung für Fortschritte und Verbesserungen